

GHS Zeppelinschule, Zeppelinstraße 24
58840 Plettenberg
Tel: 02391 10675, Fax: 02391 148548
Mail: info@zeppelinschule.com
Das Kollegium, die Schülerschaft und die Eltern haben sich in den zuständigen Gremien dafür ausgesprochen, die Zeppelinschule Plettenberg in eine gebundene Ganztagshauptschule umzuwandeln und haben in gemeinsamer Arbeit das vorliegende Konzept erstellt.
Ausschlaggebend war die bisherige Arbeit im offenen
Ganztagsbetrieb, auf der Basis von 13+, und der nicht ausreichenden Zeitfenster
zur sach- und schülergerechten Durchführung der für notwendig erklärten und
geplanten Fördermaßnahmen, sowohl im Eingangsbereich, in der Förderung der
Basiskompetenzen, als auch im Bereich der Berufsvorbereitung.
13+ war ein Anfang,
welcher uns Mut macht, welcher uns Erfahrungen sammeln ließ mit Förderung,
Betreuung, Hausaufgabenhilfe, Arbeitsgemeinschaften mit Externen, Kooperationen
mit außerschulischen Partnern und warmem Mittagessen. 13+ reicht aber nicht
aus, wenn wir sinnvoll rhythmisieren wollen, wenn wir alle Schülerinnen und
Schüler fördern wollen, wenn wir erfolgreich und in Kooperationen mit der
Industrie, dem Handel und dem Handwerk berufliche Vororientierung und
Berufsvorbereitung betreiben wollen.
Das hier vorgelegte Konzept versteht sich als Information über die
geplanten Schritte auf dem Weg in den Ganztag, nicht aber als fixe Beschreibung
unserer Schule im Ganztag. Es baut auf unserem Schulprogramm auf, welches
gemeinsam mit Schulentwicklungsmoderatoren strukturiert wurde.
Zu den Punkten unseres Programms sind nähere Informationen
vorhanden und können abgerufen werden.
Unsere pädagogisch-methodische Arbeit basiert auf den Konzepten
von Klippert und Norm Green, welche wir auf den Strukturen der Realschule Enger
auf- und ausgebaut haben und stetig weiter entwickeln.
Wir wollen, aus Gründen,
auf welche auch im Nachwort noch eingegangen wird, im Schuljahr
2007/2008 mit dem Ganztagesbetrieb beginnen. Unsere Wunschvorstellung wäre
folgender Ablauf:
Schuljahr 2007/2008:
Wir beginnen mit dem Ganztagsbetrieb in den Jahrgängen 5 und 6.
Das betrifft dann ca. 100 Schülerinnen und Schüler. Aus diesen Jahrgängen
stammen auch bisher die meisten Schülerinnen und Schüler in 13+. Da wir in 13+
ein offenes Ganztagsangebot gemacht haben, welches das warme Mittagessen und
die Hausaufgabenbetreuung, aber auch Arbeitsgemeinschaften, auch in
Kooperationen, anbelangt, funktionieren bereits wesentliche Bausteine.
Natürlich wird der Tag im gebundenen Ganztag anders rhythmisiert, natürlich
haben wir es nicht mit einer Betreuung zu tun, sondern mit Unterricht,
natürlich sind die Schwerpunkte der Arbeit anders gesetzt, aber es bleiben
einige Elemente und Personalstrukturen erhalten, auf welchen sich aufbauen
lässt. Ergänzen würden wir die Ganztagsarbeit in den beiden Jahrgängen 5 und 6
durch ein verpflichtendes Angebot aus dem Bereich der Berufsvorbereitung in den
Klassen 9 und 10, welches sich auf Kooperationen mit der Wirtschaft stützt.
In den folgenden Jahren würden wir jeweils einen weiteren
Jahrgang, aufbauend über die jeweiligen Klassen 5, in den Ganztag hineinnehmen,
somit in 2010 von 5 bis 8 im gebundenen Ganztag sein, das bedeutet
gleichzeitig, dass wir durch die Ausweitung des jeweiligen Ganztagsangebotes
für 9 und 10 de facto in 2010 bereits mit allen Klassen im Ganztag sind.
Denkbar ist jedoch auch der Beginn mit den Jahrgängen 5 bis 7 in
2007/2008 und dem Ausbau auf alle Jahrgänge bis 2009/2010, das würde zu Beginn
etwa 160 Kinder betreffen.
Natürlich wäre auch ein Beginn nur mit dem Jahrgang 5 denkbar,
aber unserer Meinung nach nicht ideal, da wesentliche Teamstrukturen dann
getrennt würden. Dort wären dann lediglich ca. 50 Kinder im Ganztag. Das
Angebot für 9 und 10 würde trotzdem gemacht.

Inhalt:
Seite 2 Vorüberlegungen Seite 13 4 Berufsvorbereitung
Seite 3 Schritte in
den Ganztag Seite 17 5 Kooperationen
Seite 5 1 Situation
der Schule Seite 19 6 Soziale
Verantwortung
Seite 6 2
Förderkonzept und Seite
20 7
Raumkonzept
Diagnostik
Seite 10 3
Rhythmisierung
•Die Zeppelinschule liegt in Plettenberg, einer Kleinstadt im Sauerland, welche vorwiegend an der metallverarbeitenden Industrie ausgerichtet ist.
•Das umliegende Wohngebiet weist einen bunten Mix von
Mehrfamilienhäusern, Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus und einem sozialen
Brennpunkt auf.
Mehr als die Hälfte der ca. 400 Schülerinnen und Schüler haben
einen Migrationshintergrund. Ausländer sind mit ca. 170 Schülerinnen und
Schülern vertreten. Die Gruppe der türkischen Schülerinnen und Schüler ist
besonders groß. Die türkischen Strukturen sind gut ausgeprägt, die
Zusammenarbeit mit den türkischen Elterninitiativen, Kulturvereinen und den
Moscheen entwickelt sich. Die Schule ist hier seit 3 Jahren sehr aktiv. Es
wurden von der Schule, in Kooperation mit der VHS, Mütter-Kind-Kurse in der
deutschen Sprache durchgeführt, ebenfalls wurden praxisnahe Veranstaltungen zur
Unterrichtsmethodik und deutschen Erziehungsmethoden mit türkischen Eltern
durchgeführt.
•Im 5. und zeitweise auch im 6. Jahrgang ist die Schule zweizügig,
darüber hinaus dreizügig, wobei die Klassenstärken gemittelt bei 25 liegen.
Ziel aller Fördermaßnahmen:
Erreichen der gestellten
Anforderungen:
·
Erreichen der
Klassenziele
·
Übergang in
Ausbildung, Arbeit und Weiterbildung
und
·
Fachwissen
erhöhen
Felder der schulischen
Förderung
·
Persönlichkeit
entwickeln
Ansprüche an Fördermaßnahmen
·
Planbarkeit
Orientierung von
Fördermaßnahmen
Solche, die auf den Unterricht
bezogen sind:
·
Erweiterung
des gelernten Stoffes
·
Ergänzung des
gelernten Stoffes
·
Erweitertes
Verständnis des erlernten Stoffes
Jene, welche nicht direkt auf
den Unterricht bezogen sind:
·
Vermittlung
grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten
·
Individuelle
Vermittlung erweiterter Fähigkeiten und Fertigkeiten
·
Vertiefung
der verpflichtend vermittelten Unterrichtsinhalte
Wie wird Förderbedarf ermittelt?
·
Einstiegsdiagnostik
Maßnahmen
Individuelle Förderung
Individuelle
Förderung erfolgt auf der Grundlage der Lernstandsdiagnose
der abgebenden
Grundschule und des Fachlehrers. Bei Bedarf fordert der Fachlehrer weitere
diagnostische Hilfe an. Zu Beginn der Schulkarriere bei uns werden
Eingangslernstandserhebungen durchgeführt. Daraus resultieren dann – sich
entwickelnd aus unserer Kooperation mit der Plettenberger Förderschule –
intensive Überprüfungen einzelner Schülerinnen und Schüler in Absprache mit den
Eltern. Für alle SuS mit Auffälligkeiten werden individuelle Förderpläne
geschrieben und bearbeitet.
Förderung findet
in allen Jahrgängen statt, ein Schwerpunkt liegt jedoch in der Eingangsphase.
Im Bereich des
offenen Unterrichtsbeginns (Dienstag- Freitag 1.Stunde) werden den beiden Fünfer-
Klassen drei Lernräume, jeweils einer pro Hauptfach angeboten, in denen
geeignete Materialien für Deutsch, Mathematik und Englisch ihnen individuelles
Lernen mit allen Sinnen ermöglichen. Drei Lehrer stehen als Lernberater zur
Verfügung.
Die Lehrer beraten
jeden einzelnen Schüler über seinen individuellen Förderbedarf.
Der Schüler selbst
entscheidet eigenverantwortlich, für welches Fach er sich, jeweils für den
Zeitraum einer Woche, verbindlich anmeldet.
Individuelle
Förderung erfolgt auch im Kernunterricht. Drei Stunden die Woche unterrichtet
der Fachlehrer die gesamte Klasse. In zwei weiteren Stunden erfolgt, bei
Doppelbesetzung, in äußerer Differenzierung, eine Förderung nach oben und
unten. Im Fach Deutsch ist eine Dreifachbesetzung vorzusehen, um gezielt
Schüler mit Migrationshintergrund zu fördern.
·
3 Laptops pro
Klasse mit Internetanschluss
·
Lernsoftware
·
CD-Player mit
Kopfhörer (3)
·
Material zum
Lernen mit allen Sinnen
·
Konzentrationsübungen
·
Lesekiste
·
Hörbücher
·
Schreibanlässe
·
Schreibwerkstatt
·
Tageszeitung
(ab 7)
·
Rätsel /
Sudoku / Bilderrätsel
·
Gehirnjogging
·
Geolino (ab
5)
·
Rechtschreibkartei
/ Grammatikkartei
Zudem sind
Zeitfenster im Jahresablauf vorgesehen, welche dem sozialen Lernen (Kooperation
mit den Rotariern), der Förderung der Migrantenkinder -bezogen auf Sprache,
Verhalten und kulturelle Einsichten- und dem Methodenlernen dienen.
Sondermaßnahmen:
Sitzenbleiben
soll vermieden werden. In der Regel werden die „Sitzenbleiber“ in der
bisherigen Lerngruppe weiter unterrichtet, bekommen aber jeweils eine Lehrkraft
als persönlichen Mentor zugeteilt, welcher eine intensive Betreuung des Lernens
garantiert.
Rückläufer
von der Realschule sind nicht unbedingt „gute“ Schülerinnen und Schüler. Sie
benötigen eine intensive Einführung in methodische Fertigkeiten, soziale
Bedingungen des Lernens und Entwicklung von Lernfreude. Dies wird in einer
Arbeitsgemeinschaft durchgeführt.
Zusammenfassung
Diagnostik:
Eingangsphase:
Diagnostik
hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert. Die Einsicht hat sich entwickelt
aus unserer Arbeit in und mit einer Sonderpädagogischen Fördergruppe, welche
wir 6 Jahr lang betreut haben, aus der daraus erwachsenen Kooperation mit der
Förderschule am Ort und aus der Arbeit eines Berufsfindungsberaters an unserer
Schule, einer Maßnahme der Kooperation mit Agentur für Arbeit, AGV, SIHK und
HWK.
Vor
dem Beginn der Schulzeit an unserer Schule finden Besuche und Beratungen der
neuen KlassenlehrerInnen an den Grundschulen und mit den Grundschullehrkräften
statt. Zu Beginn der Schulzeit werden Eingangslernstandserhebungen
durchgeführt, auffällige Kinder werden genauer diagnostisch betreut (bis zu den
Herbstferien) und danach mit individuellen Förderplänen betreut.
Diagnostik
Berufsvorbereitung:
Zu
Beginn der Klasse 9 werden alle Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines
Pilotprojektes vom Psychologenteam der Agentur für Arbeit auf ihre besonderen
beruflichen Fähigkeiten hin individuell beraten.
Unser
Berufsfindungsberater steht den „orientierungslosen“ Jugendlichen zur Seite,
findet Schnupperpraktika und Workshops.
Kompetenztests
werden unterstützt.
Schülerinnen
und Schüler der Klassen 9 schreiben gekennzeichnete Bewerbungen auf reale
Stellen. Diese Bewerbungen werden von Personalchefs und Ausbildern gesichtet
und auf die Richtigkeit, Brauchbarkeit und Chance hin untersucht. Es erfolgt
eine direkte Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler.
3 Rhythmisierung
Die
exemplarische Rhythmisierung des Schuljahres für die Jahrgangsstufe 5
Für unsere Schülerinnen und Schüler ist eine klare Strukturierung hilfreich. Dies bezieht sich nicht nur auf den Tag und die Woche, sondern auch auf das Schuljahr. Für Klasse 5 haben wir die Jahresstruktur bereits erprobt. Sie soll übernommen, jahrgangsmäßig angepasst und dann auf die weiteren Jahrgangsstufen ausgeweitet werden.
1. Kennenlernnachmittag
2. Begrüßungsveranstaltung am 1. Schultag
3. Kennenlernwoche mit Klassenlehrer/-in mit ca. 20 Schulstunden
4. Diagnosewoche
5. Soziales Lernen in Rummenohl
6. Fördervereinsnachmittag
7. Herbstliches Basteln, Weihnachtliches Basteln,
8. Aktionstag, Planung und Durchführung
9. Lesenacht – Lesewettbewerb
10. Sportwettbewerb
11. 5-Minuten-Wettbewerb
12. Musical – Theater
13. Computerführerschein
14. Aktion Sozialer Tag
Jahrgang 5
Zuordnung
der Blöcke zu Zeitfenstern
|
Herbst |
Winter |
Frühjahr |
Sommer |
||||||||
|
Ankommen |
Diagnose |
Soziales
Lernen |
Außerunterr. Handeln |
Förderung |
Soziales
Lernen |
Außerunterrichtl.
Handeln |
Kreativität |
Projekt |
Außerunterr.
Lernen |
Soziales
Handeln |
|
|
1 |
4 |
5 |
7 |
9 |
7 |
10 |
11 |
11 |
13 |
14 |
|
|
2 |
5 |
6 |
8 |
|
8 |
11 |
12 |
12 |
14 |
|
|
|
3 |
|
|
|
|
9 |
12 |
|
|
|
|
|
|
Unterrichtsverteilung einer Klasse
5,
stellvertretend für 5 und 6 |
|||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|
||
|
Zeit |
Mon |
Di |
Mi |
Do |
Fr |
Leistungskurve |
|||
|
Block
I |
|
|
|
|
|
|
|||
|
7.45 -
8.00 |
offener Anfang |
|
"+" |
||||||
|
8.00 -
8.45 |
SKT |
FA/FÖ |
FA/FÖ |
FA/FÖ |
FA/FÖ |
|
|||
|
8.45 -
9.30 |
FU |
FU |
FU |
FU |
FU |
|
|||
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
|||
|
Block
II |
|
|
|
|
|
|
|||
|
9.50 -
10.35 |
FU |
FU |
FU |
FU |
FU |
|
|||
|
10.35-
11.20 |
FU |
FU |
FU |
FU |
FU |
|
|||
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
|||
|
Block
III |
|
|
|
|
|||||