Zentrale Ziele

Ganztagsschulen in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I / Neue erweiterte Ganztagshaupt- und Ganztagsförderschulen

RdErl vom 25.1.2006 (53-6.03.13-35734-2)

 

Erweiterte Ganztagshauptschulen sollen

  • zu verbesserten Bildungs- und Abschlusschancen beitragen
  • mittel- bis langfristig Bildungsqualität sowie Lernergebnisse verbessern
  • helfen, Benachteiligungen von Schüler(inne)n aus "bildungsfernen" Milieus auszugleichen
  • helfen, die Chancen beim Übergang in Ausbildung und Beruf nach Abschluss der Sekundarstufe I zu erhöhen.

Diese Ziele sollen insbesondere dadurch erreicht werden, dass

  • sinnvoll rhythmisierte Lernzeiten am Vor- und Nachmittag ein erfolgreiches Lernen unterstützen
  • bedarfsgerechte Förderkonzepte und -angebote zur Stärkung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen und der Persönlichkeitsbildung beitragen
  • Schüler(innen)interessen durch zusätzliche fachbezogene oder fächerübergreifende Lernangebote gefördert werden
  • zusätzliche Lernzugänge und Bildungsangebote z.B. durch gestalterische, handwerkliche, experimentelle, musikalische, künstlerische und sportliche Arbeitsgemeinschaften geschaffen werden
  • die Fähigkeiten zu selbstständigem Lernen und Gestalten gefördert werden.

 

Der Schwerpunkt für die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 liegt auf

  • Förderung im Bereich der grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik
  • Förderung der überfachlichen Kompetenzen
  • Förderung der Persönlichkeitsbildung.

 

Für die Klassen 8, 9 und 10 liegt der Schwerpunkt zunehmend auf

  • der Förderung der Berufs- und Ausbildungsreife.

 

Ziel  lt. (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 23. 12. 2010) ist der „Ausbau von Ganztagsschulen und außerunterrichtlichen Ganztags- und Betreuungsangeboten zu einem attraktiven, qualitativ hochwertigen und umfassenden örtlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot, das sich an dem jeweiligen Bedarf der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern orientiert. Die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit, der Selbst- und Sozialkompetenzen, ihrer Fähigkeiten, Talente, Fertigkeiten und ihr Wissenserwerb sollen systematisch gestärkt werden. Dies soll durch eine flexible und bedarfsgerechte Mischung von verpflichtenden und freiwilligen Angeboten sichergestellt werden.“

 

 

Die Arbeit im Ganztag an der Zeppelinschule

 

Seit dem 1.8.2007 befindet sich die Zeppelinschule im Aufbau zu einer erweiterten Ganztagshauptschule.

„Zu den Merkmalen einer Ganztagsschule (§ 9 Absatz 1 und Absatz 3 SchulG) gehört ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vormittag und den Nachmittag, auch unter Entwicklung neuer Formen der Stundentaktung.“

 

Rhythmisierung von Lernzeiten

 

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist eine klare Strukturierung hilfreich. Dies bezieht sich nicht nur auf den Tag und die Woche, sondern auch auf das Schuljahr.

 

Jahresstruktur Klasse 5/6:

  • Tag der offenen Tür

  • Hospitation der „neuen“ Klassenlehrer in den abgebenden Grundschulen

  • Austausch über die Lernbiographie der zukünftigen Schüler

  • Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien

  • Sommercamp in der letzten Ferienwoche  

  • Begrüßungsveranstaltung am 1. Schultag durch die Klassen 6

  • 1. Schulwoche „ Wir lernen uns kennen und richten uns ein“

  • Teilnahme an den Waldjugendspielen

  • Bundesjugendspiele

  • Diagnosewoche mit den Kollegen der Förderschule

  • Soziales Lernen in Hagen-Rummenohl ( Rotary-Club)

  • Grill – und Spielnachmittag Klasse 5/6 (Förderverein)

  • Aktionstag, Planung und Durchführung

  • Wandertag

  • Museumsbesuch (Geschichte oder Naturwissenschaft)

  • Besuch auf dem Bauernhof (Berufskonzept Klasse 5)

  • Erkundung eines Handwerksbetriebs (Berufskonzept Klasse 6)

  •  Leseförderung, Lesewettbewerb - Lesenacht

  • Sportwettbewerb

  • Musikprojekt - Abschlusskonzert

·     

Jahresstruktur Klasse 7:

  • Erstellen eines individuellen Stärken- und Interessenprofils

  • Tag der offenen Tür

  • Erlebnispädagogische Klassenfahrt

  • Betriebserkundungen in den Partnerfirmen

  • Befragung von Auszubildenden

  • Schnuppertagespraktikum

  • Aktionstag, Planung und Durchführung

  • Schulsanitäterausbildung

  • Verantwortung übernehmen im Schulalltag

  • Teilnahme an Sportwettbewerben

  • Informationsabend für Schüler und Eltern mit Vertretern aus Handwerk, Handel, Industrie und dem Dienstleistungsbereich

 

Jahresstruktur Klasse 8

  • Teilnahme am Projekt „Startklar“

  • Mofaführerschein

  • Hip-Hop Workshop

  • Tag der offenen Tür

  • Sporthelferausbildung

  • Girls Day/Boys Day

  • Besuch im BIZ

  • Information zur Jugendgerichtshilfe

  • 3-wöchiges Betriebspraktikum

  • Aktionstag, Planung und Durchführung

  • Teilnahme an Sportwettbewerben

  • Projekt Generationencafé

  • Schulsanitäterausbildung

  • Verantwortung übernehmen im Schulalltag

 

Aktuelles Zeitraster

Zum Schuljahr 2009/2010 wurde der Zeitrhythmus aus folgenden pädagogischen Gründen von einem 45- auf einen 60-Minuten Takt umgestellt:

  • Entschleunigung: Verminderung von Hast, Hektik und Unruhe.
  • Mehr Zeit für offene Unterrichtsformen.
  • Mehr Zeit für Übungs- und Reflexionsphasen in jeder Unterrichtsstunde.
  • Reduzierung der Lerninhalte pro Tag

 

Zeit

Stunden

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

7.45 – 8.00

 

Offener Anfang – Ankommen und Einrichten

8.00 - 8.30

1

 

 

 

 

 

8.30 - 9.30

2

 

 

 

 

 

20 min Pause

9.50 -10.50

3

 

 

 

 

 

5 min Wechselpause

10.55 -11.55

4

 

 

 

 

 

11.55 -12.55

5

Mittags-

pause

11.55-12.15 Uhr

20 min Pause

Mittagspause

 

12.15 -13.15 Uhr
______________

 

 

 

Konferenztag

12.55 -13.55

6

 

 

 

 

5 min Wechselpause

5 min Wechselpause

14.00 -15.00

7

 

 

 

 

Ab 15 Uhr

8

Erweiterungsangebot

Erweiterungsangebot

Fachunterricht findet sowohl vormittags als auch nachmittags statt. Hausaufgaben werden in den Fachunterricht integriert.

 

Mittagspause

„Der Schulträger ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die Einnahme eines Mittagessens oder eines Mittagsimbisses.“

 

Das Küchenteam in der Schulmensa „Mac Zepp“ bietet viermal wöchentlich an:

  • ein schmackhaftes Tagesgericht
  • frischen Salat von der Salattheke
  • Pizza
  • ein Nudelgericht mit Tomaten- oder Käsesoße
  • eine Nachspeise und / oder Obst
  • Mineralwasser

 

Danach haben die Schüler Gelegenheit zu Spiel, Entspannung und Bewegung.

Angebote in der Mittagspause

 

           Betreuung

 

Ort

 

 

 

 

Montag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

11.55

bis

13.25

Uhr

 

Schulhof

 

Freies Spielangebot

Neue Turnhalle

Wechselnde Spiel- und Bewegungsangebote

Musikraum

ab 11.55 Uhr

 

Freies Musizieren

 

Spieleraum

Freies Spielangebot

Ruheraum

Wechselnde Angebote laut Aushang

  (Die  Angebote werden den Gegebenheiten angepasst.) 

 

Lernumgebung

als Voraussetzung für erfolgreiches Lernen

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Jeder Schüler hat „seinen“ Arbeitsplatz  

mit Ablagebrett bzw. Regal. 

Hier kann er in Einzelarbeit seine Aufgaben .

möglichst ungestört bearbeiten. 

 

 

 

 

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An den Gruppentischen bearbeiten die Schüler  

Aufgaben in Partner – bzw. Gruppenarbeit. 

 

 

 

 

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Zusammengestellt ergeben die Gruppentische einen „großen Tisch“ 

für Kreisgespräche und Diskussionsrunden. 

 

 

 

 

 

 

Wir gestalten die Lernumgebung nach wechselnden Bedürfnissen und verschiedenen Phasen des Lernens: Individualisiert, in Klein- und Großgruppen. Die Schüler orientieren sich in ihrem Lernverhalten aktiver und bewegen sich, um unterschiedliche Tätigkeiten mit unterschiedlichen Methoden zu verrichten.

Der Klassenraum wird neu arrangiert, indem die Anordnung der Tische und Stühle wechselt. Außerdem erfolgt eine Öffnung unter Einbeziehung von Fluren und benachbarten Förderräumen.

 

Bedarfsgerechte Förderkonzepte und fächerübergreifende Lernangebote zur Stärkung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen und der Persönlichkeitsbildung

Ziel aller Fördermaßnahmen ist das Erreichen der gestellten Anforderungen

  • Erreichen der Klassenziele
  • Erreichen eines Abschlusses
  • Übergang in Ausbildung, Arbeit und Weiterbildung
  • selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen
  • Erhöhung von Fachwissen

Felder der schulischen Förderung

  • Lernvoraussetzungen schaffen
  • Persönlichkeit entwickeln
  • Lernen beobachten
  • Unterricht entwickeln
  • Strukturen schaffen

Ansprüche an Fördermaßnahmen

  • Planbarkeit
  • Realisierbarkeit
  • Transparenz
  • Dialogische Entwicklung
  • Vorwiegende Stärkenorientierung (Was kannst du schon/besonders gut?)

 

Orientierung von Fördermaßnahmen

Fördermaßnahmen, die auf den Unterricht bezogen sind:

  • Festigung des gelernten Stoffes
  • Vertiefung des gelernten Stoffes
  • Ergänzung des gelernten Stoffes
  • Erweitertes Verständnis des erlernten Stoffes

Fördermaßnahmen, die nicht direkt auf den Unterricht bezogen sind:

  • Vermittlung grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Individuelle Vermittlung erweiterter Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • Vertiefung der verpflichtend vermittelten Unterrichtsinhalte

 

Wie wird Förderbedarf ermittelt?

  • Einstiegsdiagnostik (siehe Anlage Nr. 39 Förderdiagnostik)
  • Beobachtungsbögen
  • Lernstandserhebungen zur Feststellung des Leistungsstandes zu Beginn / 
    am Ende des Schuljahres (immer als Vergleichsarbeit, von Klasse 5 bis 8)

 

Maßnahmen

  • Lernberatung für Schüler und Eltern
  • Förderunterricht
  • Modularer Deutschunterricht (Klasse 7 – 8)
  • Methodentraining (Klasse 5 bis 8 / Klippert - Norm Green)
  • Fachdifferenzierungen
  • Portfolioarbeit
  • Coaching z.B. Deutsch für Seiteneinsteiger, Rückläufer von anderen Schulen und für „Nichtsitzenbleiber“

(siehe Anlage 36 Wiederholerkonzept)

 

Leseförderung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Lesekompetenz, da sie die Voraussetzung für jedes erfolgreiche Lernen ist.

 

 

Forderkonzept Leseförderung Klasse 5 und 6 siehe Anlage Nr. 36 Konzepte.

 

Teambildung, lernförderliches Klassenklima

 

  • Projekt soziales Lernen

Zu Beginn des Schuljahres ( Okt – Dez ) nehmen die 5er Klassen seit einigen Jahren an dem Projekt „ Soziales Lernen – Wir lernen uns kennen und werden eine Klassengemeinschaft“ teil.

Dieses Projekt wird weitgehend von unserem Kooperationspartner, dem Rotary-Club-Altena-Plettenberg-Werdohl, finanziert. Für eine Woche verlagern wir den Lernort nach Hagen-Rummenohl und werden dort von einem Sozialpädagogenteam begleitet.

Dabei soll die Empfindung für den eigenen Wert und das eigene Leistungsvermögen ebenso gestärkt werden wie die Eingliederung in die Klassengemeinschaft, Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit werden gefördert.

In der Schule werden die Lehrkräfte das Programm mit qualifizierter Nachbereitung fortsetzen.

  • Klassenrat - Schüler üben Demokratie und Mitbestimmung.
  • Sie übernehmen eigenverantwortlich und selbstständig Aufgaben und Dienste im Schulalltag (siehe Anlage Nr. 36 Schulsanitäter).
  • Pausenhelfer
  • UWZ

            UmweltWächterZeppelinschule - („Wir reden nicht, wir handeln!) ; Dieser Bereich befindet im Aufbau. 

  • Erlebnispädagogisch orientierte Aktionen (eintägig/mehrtägig)

 

 

Zusätzliche Lernzugänge und Bildungsangebote

z.B. durch gestalterische, handwerkliche, experimentelle, musikalische, künstlerische und sportliche Arbeitsgemeinschaften

 

Musikprojekt

Jahrgang 5 / 6

  • Instrumentalunterricht

Alle Schüler der Klassen 5 und 6 erhalten in Gruppen Gitarren- oder Keyboardunterricht.

  • Klassenorchester

Die Schüler der Klasse musizieren gemeinsam.

Die Unterrichtsergebnisse werden öffentlich präsentiert.

  • Musikunterricht

Im Musikunterricht findet eine Verbindung zwischen dem praktischem Musizieren und den Inhalten des Lehrplans statt.

Ab Jahrgang 7

  • Jahrgangsstufenorchester / Band

Für alle Musikinteressierten

  • Schulband
  • Schulchor

(Siehe auch Anlage Nr. 34)

AG – Bereich

Die Schüler der Klassen 5 / 6 / 7  haben die Möglichkeit im Laufe des Schuljahres an 2 - 4 verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen.

 

 

Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen (EVA)

Unsere pädagogisch-methodische Arbeit basiert auf den Konzepten von Klippert und Norm Green, welche wir auf den Strukturen der Realschule Enger auf- und ausgebaut haben und stetig weiter entwickeln.

 

Das Methoden- und Kommunikationstraining vermittelt überfachliche Kompetenzen und ist Voraussetzung für selbstständiges Lernen.

 

Kl

9

 

 

Wiederholungs-

zyklus 9

 

Berufsorietierungscamp

Bewerbertraining

Projektplanung

 

 

Kl

8

 

Wiederholungs-

zyklus 8

 

 

 

Präsenta-

tion I

 

Präsenta-

tion

II

Zeitplanung

 Selbstüber-

prüfung

 

 

Kl

7

 

Wiederholungs-

zyklus 7

 

Sprechen,sehen,

hören =

Verstehen

Notizen

Gruppen-

arbeit

III

Informations-beschaffung

Visualisierungs-techniken

Brainstorming-

Techniken

 

Kl

6

 

Wiederholungs-

zyklus 6

 

 

Mündliche

Mitarbeit II

 

 

Markieren /

Strukturieren

 

 

Präsentation

Anfänger

 

Klassenarbeiten

 

Einfach reden und zuhören ! ?

 

Mind-Mapping II

 

 

Kl

5

Einführungs-

woche

 

Mündliche

Mitarbeit

Mind –

Mapping I

 

Gruppen-

arbeit I

 

Effektiv lernen I

 

Gruppen-

arbeit II

Effektiv lernen II

 

 

 

1.

Schulwoche

 

 

5.

Schulwoche

 

 

9.

Schulwoche

 

 

16. Schulwoche

 

 

21. Schulwoche

 

 

29. Schulwoche

 

 

40. Schulwoche

 

 

 

Dieser Plan wird jährlich überarbeitet.

 

Da in den Grundschulen zurzeit ein Konzept zum Methodenlernen erarbeitet wird, muss dieser Plan im nächsten Schuljahr entsprechend angepasst werden.