Suchtprävention |
Tsunami | Gewässeruntersuchung
nach Vorgabe des Kommunalen
Suchtpräventionskonzeptes für die Stadt Iserlohn Heute werden erhöhte Anforderungen an die allgemeine
Lebenskompetenz von SchülerInnen gestellt. Neben theoretischen
Kenntnissen, die in der Schule vermittelt werden, geht es heute um
persönliche Eigenschaften, die im Hinblick auf eine zukünftige
Berufs- und Lebensplanung eine entscheidende Rolle spielen. Diese
persönlichen Eigenschaften, auch als sogenannte
Schlüsselqualifikationen bezeichnet, werden nicht als
Unterrichtsfach in der Schule vermittelt. Sie entwickeln sich in der
ständigen Auseinandersetzung mit der Umwelt und beinhalten vor allem
soziale und kommunikative Fähigkeiten. Darüber hinaus zählen dazu: Der Erwerb dieser Schlüsselqualifikationen dient somit der
persönlichen Orientierung und stellt für das Erreichen persönlicher
Ziele eine wichtige Voraussetzung dar. Lernen für das Leben - Lernen
für sich selbst: Es geht um das Kennenlernen und um die Stärkung der
eigenen Person/Persönlichkeit sowie um die Grundzüge sozialen
Lernens und um die Verbesserung der Kommunikation mit anderen. In der Fachdiskussion über die Entstehungsbedingungen von Sucht
und süchtigem Verhalten hat sich der Ansatz eines multifaktoriellen
Bedingungsgefüges durchgesetzt. Dies bedeutet, dass man heute nicht
nur eine Ursache (z.B. die Einnahme eines Suchtmittels) bei der
Ausprägung von Sucht und süchtigem Verhalten verantwortlich machen
kann. Vielmehr wird in der Fachdiskussion von einer Trias
ausgegangen, die sowohl die Person, das soziale Umfeld als auch die
spezifische Substanz, die missbräuchlich konsumiert wird, für die
Entstehung einer Suchtentwicklung mit berücksichtigt. Dies bedeutet
aber auch, dass entsprechende Hilfsangebote sich auch an dieser
Trias orientieren müssen, wenn sie erfolgreich wirken wollen. Suchtpräventive Ansätze, so wie sie in diesem Konzept beschrieben
werden, stellen dabei nur e i n e n Ansatz heutiger suchtpolitischer
Strategien dar. Sie erheben dabei nicht den Anspruch, alleine und
umfassend das Problemfeld Sucht bearbeiten zu können. Daneben kommt
der Repression (Strafverfolgung, Polizei und Justiz) eine andere
Aufgabe zu, wenn es um die Eindämmung des Stoffnachschubes an die
Endverbraucher geht (Einfuhr,Handel) oder aber um die kriminelle
Tätigkeit von professionellen Händlerstrukturen (Dealer), die es zu
zerschlagen und dauerhaft zu überwachen gilt. Der Medizin und den
Ärzten kommt die Aufgabe zu , spezifische Hilfsangebote für die
Betroffenen in Form von Fachkliniken, stationären Therapieangeboten,
Substitutionstherapien und Entgiftungsmöglichkeiten vorzuhalten, sie
weiter auszubauen und zu entwickeln. Zusammengefasst lässt sich das Suchtpräventionskonzept in drei
verschiedene Schwerpunktthemen aufteilen. Die dazu notwendigen
einzelnen Abschnitte (Module) werden im späteren Teil dieses
Konzeptes noch ausführlicher vorgestellt: Die Struktur und die Organisation des Suchtpräventionskonzept
vollzieht sich in Form von verschiedenen Moduleinheiten. An der kontinuierlichen Förderung und Entwicklung dieses
zentralen Elements jugendlicher Entwicklungsaufgaben, will die
Suchtprävention mitarbeiten. Dabei ist diesem Prozess implizit, dass
es dabei grundsätzlich um die Verhinderung eines längerfristigen
Missbrauchsverhaltens bezüglich des Stoffkonsums legaler bzw.
illegaler Substanzen geht. Bei der weiteren Umsetzung in die Praxis
könnten weitere Teilaspekte als suchtpräventive Ziele wie folgt
beschrieben werden: Unterschiedliche Module des Suchtpräventionskonzepts : Im Rahmen der suchtpräventiven Arbeit der genannten
Kooperationspartner werden in Zusammenarbeit mit weiterführenden
Schulen SchülerInnen während ihrer Schulzeit mit den
unterschiedlichsten Aspekten suchtfördernden Verhaltens vertraut
gemacht, mit denen sie sich in sechs Schuljahren, wie nachfolgend
aufgeführt, auseinandersetzen Der jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes sieht sich als
wichtigen Baustein in der Vernetzungsarbeit mit Jugendämtern,
Schulen, Kindergärten und Trägern der Jugendhilfe und hat zum Ziel,
gemeinsam mit oben genannten Institutionen die Verantwortung für die
Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu tragen. Seit Ende des Jahres 2002 bringt sich der schul- und
jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes mit in den
Präventionsbereich „Rauchen" ein. Eine Schulärztin des Gesundheitsamtes hält in den Klassen der
Schulstufe 5 für die Schülerinnen und Schüler jeweils eine
Unterrichtsstunde zur Gesundheitsprävention ab, derzeit über das
Thema „Gesundheitsgefährdung durch Rauchen". Es werden Rollenvorbilder, Imitationsverhalten, verschiedene
Phasen des Rauchens (Eingangsphase, Experimentierstadium,
Gewöhnungsphase) sowie die psychische und körperliche Abhängigkeit
anschaulich dargestellt und besprochen. Wissenswertes über den menschlichen Körper (Korpusmodell), über
die Droge Nikotin sowie über die Schadstoffbelastung durch die
Zigarette wird vermittelt; Passivrauchen sowie unmittelbare Schäden
für den Raucher und Tabak bedingte Erkrankungen werden besprochen.
Auf die positiven Auswirkungen des Nichtrauchens wird ausführlich
eingegangen wie auch auf die Anwendung von Rauch-Strategien (was
gewinnt man?). Laut Repräsentativerhebung zur Drogenaffinität der 12 - bis 25 -
Jährigen der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BzgA
2001) sind Alkohol und Nikotin die psychoaktiven Substanzen, die von
Jugendlichen am häufigsten konsumiert werden. Gerade legale
Suchtmittel, wie Nikotin und Alkohol, verschaffen den jugendlichen
Konsumenten/Konsumentinnen zunächst einmal einen Statuszuwachs.
Darüber hinaus scheint es auch gesellschaftlich anerkannt, dass
Jugendliche lernen sollen, mit diesen Stoffen umzugehen und dass der
gelegentliche „Rausch" als normal angesehen wird. Auf der
Verhaltensebene erwecken Jugendliche damit den Anschein, sie könnten
dadurch erwachsenes Verhalten demonstrieren. Aus der aktuellen
Jugendforschung ist bekannt, dass gerade solcherlei Risikoverhalten
bei Jugendlichen schwerwiegende körperliche und seelische
Folgewirkungen haben kann und der „Einstieg" über die sogenannten
Alltagsdrogen in eine spätere Abhängigkeitsentwicklung münden kann. Ein Risiko einzugehen, mit verschiedenen neuen Verhaltensweisen
zu experimentieren und eigene bzw. fremde Grenzen auszuprobieren
gilt als normal für diese Entwicklungsphase. Dabei sind auch
naturgemäß gesundheitsgefährdende oder abweichende Verhaltensweisen
in die jugendspezifische Lebensweise mit einbezogen. Diese
Verhaltensabweichungen erfüllen aber auch gleichzeitig wichtige
Funktionen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und auch bei der
Lösung von Entwicklungsaufgaben (Leppin/Hurrelmann/PETERMANN, 2000).
Die Kontrolle über sich zu bewahren, das Risiko des Stoffkonsums zu
begrenzen, die Konsumzeiträume noch zu überschauen, genügend
Informationen und Wissen über verschiedenste Stoffe und deren
Wirkungen zu besitzen, im entscheidenden Moment die innere Freiheit
des NEIN-Sagens zu kennen, all dies sind u.a. Inhalte des Programms
zur Auseinandersetzung mit Alltagsdrogen am Beispiel NIKOTIN. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, dem KV Vorbeugung, der
Anonymen Drobs e.V. und der BARMER Ersatzkasse wird in 3 x 3 Stunden
versucht, die Förderung des Nichtrauchens durch verschiedene
Angebote und Methoden zur Förderung der sozialen Kompetenz zu
unterstützen und auszubauen. Dabei werden drei Stufen der Hilfe und
Unterstützung angeboten, die sich in der Jugend- und
Therapieforschung als wichtig herauskristallisiert haben: Das Schulprojekt „Förderung des Nichtrauchens“ ist eine
ganzheitliche, schülerorientierte präventive Gesundheitserziehung,
die schon bereits in der 5./6. Jahrgangsstufe ansetzt. Es werden
dabei folgende Ziel-/Inhaltsbereiche bearbeitet: Um der Themenvielfalt des Stoffkundebreiches vor dem Hintergrund
der wirkenden Suchtfaktoren auch inhaltlich mit entsprechend hoher
qualitativer Kompetenz begegnen zu können , sind vorbereitend
Multiplikatorenschulungen mit den entsprechenden Fachlehrerlnnen
unbedingt erforderlich, damit dieses Wissen auch angemessen
transportiert wird. Im Rahmen dieser Schulungen werden neueste
Erfahrungen und entsprechendes Fachwissen an die betreffenden
LehrerInnen vermittelt, damit sie u.a.auch situationsangemessen im
Falle von Rauschmittelkonsum an der Schule reagieren können. Dabei wird folgenden Themen eine besondere Bedeutung beigemessen: Der zeitliche Rahmen solcher Schulungen liegt bei ca. 2 - 3
Stunden. Aufbauend auf der Multiplikatorenschulung des Kommissariates
Vorbeugung bezüglich des Stoffkunde- und Rechtsbereiches, geht es
jetzt um eine weitere Schulungseinheit, die sich mit methodisch -
didaktischen Fragestellungen auseinandersetzt . Das Angebot der
Anonymen DROBS e.V. Iserlohn richtet sich sowohl an einzelne
LehrerInnen als auch an ganze Kollegien, bzw.
Jahrgangsstufenkonferenzen, Lehrerarbeitskreise etc. Diese und ähnliche Fragestellungen werden in Absprache mit der
Schulleitung entweder im Gesamtkollegium (z.B. in Form einer
pädagogischen Konferenz) und/oder aber in kleineren Arbeitseinheiten
(Lehrer-AG, Projektgruppen, etc.) vermittelt. Dabei werden
gleichzeitig auch die neuesten Erkenntnisse aus dem suchtpräventiven
Lernbereich vermittelt und durch neueste konzeptionelle Ansätze zu
diesem Themenkomplex ergänzt. Zeitlicher Umfang zwischen 2 - 5 Ust. / Tages - und
Mehrtagesseminarform möglich nach Absprache Obwohl sich die Polizei im Bereich der Suchtprävention nicht als
vorrangiger Träger versteht, kann sie durchaus einen Beitrag im
Bereich der Primärprävention leisten. Das Erfahrungswissen aus dem
täglichen Umgang mit Drogendelinquenz leistet hier einen Im Unterricht werden erfahrungsgemäß folgende Themen behandelt: Die Umsetzung eines spezifischen Lehrplanes orientiert sich aber
immer stets an den Besonderheiten, die es an der einzelnen Schule zu
berücksichtigen gilt (Erwartungen der Lehrkräfte, bestehende
Problemlagen an der Schule, Schülerzahlen, verschiedene
Herkunftsnationalitäten, etc.) In enger Zusammenarbeit und Kooperation zwischen dem Jugendamt ,
der Anonymen Drogenberatung Iserlohn und den verschiedenen
Selbsthilfegruppen gehen ehemalige Alkoholabhängige im Rahmen von
Projektunterricht in die Schulen. Dort sprechen sie gemeinsam mit
den SchülerInnen in der 8. Jahrgangsstufe über ihre eigenen
Lebenserfahrungen als Alkoholabhängige. Bei diesen Gesprächen sind
auch das Jugendamt und die Drobs Iserlohn mit eingebunden. Innerhalb des Einsatzes von ehemals alkoholabhängigen Usern im
Schulunterricht steht bei der Wissens- und Erfahrungsvermittlung
eine realistische Darstellung der eigenen Alkoholkarriere im
Vordergrund. In den Gesprächen mit den SchülerInnen wird einleitend
über die Entstehung und Entwicklung von Suchtkarrieren und den
verschiedenen Wegen in die Abhängigkeit berichtet. Auf eine
abschreckende Wirkung bei der Schilderung von spezifischen
Lebensläufen wird verzichtet, da statt dessen die Auswirkungen der
Suchtkarriere auf familiäre Strukturen, Co-Abhängigkeiten,
Beziehungsproblemen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz etc.
thematisiert werden. Ort, Zeit und Umfang solcher Projekttage werden zwischen der
einzelnen Schule sowie dem Jugendamt , der Drobs Iserlohn und den
einzelnen Selbsthilfegruppen individuell abgesprochen, geplant und
auch durchgeführt. Ausgehend von den Erfahrungen im sog. „Alltagsdrogenbereich"(Alkohol),
geht es im Schwerpunkt „ Illegale Drogen und Substanzen“ um eine
Schulungseinheit, die sich speziell im Projektunterricht der Schule
an Jugendliche ab der 9. Jahrgangsstufe wendet. Ausgehend von der
Erkenntnis, dass die Zahl der Klienten/Klientinnen in ambulanten
Suchtberatungsstellen, die wegen Cannabiskonsum betreut werden,
gestiegen ist, wird nicht nur der reinen „Stoffkunde" an Schulen
wieder vermehrte Bedeutung beigemessen. Ohne die intensive
Auseinandersetzung mit den eigenen psychosozialen
Lebenszusammenhängen , denen sich heute Jugendliche gegenübersehen,
ist ein kritischer Umgang mit dieser Stoffgruppe nicht möglich. Der
„typische" Klient mit einer cannabisbezogenen Hauptdiagnose ist
relativ jung und das erste Mal in Behandlung. Er lebt in
vergleichsweise stabilen Lebensverhältnissen und befindet sich noch
in einer verlängerten Ausbildungsphase, die ihm auch ggfs. einen
„geschützten" Raum gewährt (Sucht und Drogenbericht der
Bundesdrogenbeauftragten 2000). Aber nicht nur Cannabiskonsum ist
heute bei Jugendlichen „in". Insbesondere die immer stärker um sich
greifende Tendenz, gleichzeitig verschiedene illegale Substanzen wie
XTS, LSD, Amphetamine und andere synthetische Drogen zu konsumieren,
macht das Risiko einer frühzeitigen Suchtmittelabhängigkeit eher
größer. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass eine frühzeitige
illegale Stoffabhängigkeit oftmals mit noch nicht ausgereiften und
vollzogenen beruflichen- sowie Lebenskompetenzentwürfen
korrespondiert. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, der Therapeutischen
Wohngemeinschaft SIRIUS e.V. in Altena, sowie der
Drogenberatungsstelle Iserlohn werden Ex-User auch hier in Absprache
mit entsprechenden Schulen im Projektunterricht eingesetzt. Die
zeitliche Struktur der Unterrichtseinheiten wird dann in Absprache
mit der Schule zwischen den beteiligten Institutionen festgelegt.
Inhaltlich geht es in diesem Projektunterricht um die
Auseinandersetzung mit den Drogen- ¬und Suchtkarrieren der Ex-User,
die als Ausgangspunkt für die beteiligten Schülerlnnen dazu
beitragen sollen, die eigene Lebensgeschichte kritisch zu
reflektieren. Ziel ist es, den Blick dabei nicht nur auf eigene
erlebte und gefühlte Defizite zu richten, sondern Krisenzeiten und
Problembewältigungen als Herausforderungen für sich selbst und das
Leben zu sehen. Dabei geht es vor allem auch um die Entwicklung von
konstruktiven Handlungsoptionen als Alternativen zum möglichen
Drogengebrauch. Das Jugendamt, die Drobs Iserlohn und das Kommissariat Vorbeugung
bieten als Ergänzung zu den beschriebenen Modulen zeitversetzt auch
verschiedenste Maßnahmen aus dem Bereich der Erlebnispädagogik an.
Dies können im Einzelfall z.B. Abenteuerführungen in Höhlen,
Aktionen in Kletterzentren, Nightbasketball und
Streetbasketballturniere, Kanutouren etc. sein. Mit diesen Aktionen sollen mögliche Alternativen im
Freizeitbereich aufgezeigt und das soziale Miteinander gestärkt
werden. Die Aktionen finden in der Nähe statt, so dass Jugendliche
auch in der Lage sind, diese Aktionen selbstständig weiter zu
nutzen.
Suchtpräventionskonzept
für die Zeppelinschule Plettenberg
Perspektivisch scheint eine Beschäftigung mit diesen Fragestellungen
für SchülerInnen zunehmend von Bedeutung zu werden. Da sich Schule
nur bedingt mit diesen Fragestellungen auseinandersetzt, könnte sich
die Beschäftigung mit Berufs- und Lebensplanungsfragen bei
SchülerInnen als sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Angeboten
des Suchtpräventionskonzeptes zukünftig entwickeln. Sucht hat immer
eine Geschichte... und in dieser Geschichte spielt auch der Aufbau
einer instabilen Berufs- und Lebensplanung stets eine entscheidende
Rolle . So verstanden kommt suchtpräventives Handeln nicht an der
Entwicklung und dem Aufbau eigener Strategien zur Förderung einer
eigenständigen Berufs- und Lebensplanung vorbei.Suchtprävention: Differenzierte Hilfsangebote und
repressive Ansätze in der Suchthilfe heute
Beteiligte Institutionen: SIRIUS e.V., Selbsthilfegruppen,
Jugendamt, DROBS Iserlohn.Struktur und Organisation des
Suchtpräventionskonzepts
Die inhaltliche Zielsetzung einer Suchtprävention orientiert sich an
den grundlegenden Anforderungen von Jugendlichen und jungen
Erwachsenen, wenn es um deren Prozess beim Hineinwachsen in die vor
ihnen liegende Erwachsenenwelt geht.
Dabei erweisen sich pauschale und moralisch gefärbte Appelle nach
einer drogenfreien Gesellschaft als Illusion, da die Konfrontation
junger Menschen mit einer „legalen Drogenkultur" in unserer
Gesellschaft zunehmende Realität geworden ist. In der
Jugend(risiko)forschung wird daher unumstritten der bisherige
Komplex zentraler Entwicklungsaufgaben mittlerweile um einen neuen
Aspekt erweitert, der als Risikoverhalten oder Entwicklung einer
Risikokompetenz zu verstehen ist.
Thema: Vorbereitung und Einführung in das Nichtraucherprogramm
Anbieter: Medizinischer Dienst des Kreisgesundheitsamtes
Thema: Alltagsdrogen, Beispiel - Nikotin, Nichtraucherprogramm
für SchülerInnen
Anbieter: externe Referentenlnnen der BARMER Ersatzkasse
Thema: Multiplikatorenschulung für LehrerInnen Anbieter:
Kommissariat Vorbeugung
Thema: Rechtsfragen und Einstieg in das Thema Sucht und Drogen
für SchülerInnen
Anbieter: Kommissariat Vorbeugung
Thema: Alltagsdrogen, Beispiel - Alkohol, für SchülerInnen
Anbieter: Selbsthilfegruppen von ehemals Alkohol abhängigen
Betroffenen stellen sich in der Schule den SchülerInnen im
Gespräch
Thema: Illegaler Substanzgebrauch
Anbieter: Ex-User der Fachklinik SIRIUS e.V., Altena und DROBS
Iserlohn stellen sich SchülerInnen im Gespräch
Thema: Erlebnisorientierte Projekte und Aktionen für
SchülerInnen Anbieter: Jugendamt, Kommissariat Vorbeugung und
DROBS Iserlohn
müssen.Modul 1: Vorbereitung und Einführung in das
Nichtraucherprogramm
Klasse 5 – 2.Hj.Modul 2: Alltagsdrogen, Beispiel – Nikotin -
Klasse 6 - 1.Hj.
Um einen möglichst effektiven Ablauf des Gesamtprogramms „Förderung
des Nichtrauchens an Schulen“ zu gewährleisten, sind im Vorfeld mit
der entsprechenden Schule folgende Absprachen zu regeln:
Modul 3: Multiplikatorenschulung aus Sicht des
Kommissariats Vorbeugung
Modul 4: Multiplikatorenschulung aus Sicht der
Anonymen DROBS e.V. Iserlohn
Modul 5: Rechtsfragen und Einstieg in das Thema
Sucht und Drogen
Klasse 7 - 2.Hj.
wichtigen Erfahrungshintergrund, wobei sich aus der Bindung der
Polizei an das Legalitätsprinzip (Strafverfolgungszwang) Probleme im
Unterrichtsgeschehen mit den SchülerInnen ergeben könnten
(Informationen über den Konsum - auch gelegentlich - von
SchülerInnen, etc.) Dabei versucht die Polizei einerseits das
Vertrauen von Schülerinnen innerhalb ihrer Präventionsmaßnahmen zu
gewinnen, ist aber andererseits vom Gesetz her verpflichtet, die
Strafverfolgung aufzunehmen, wenn sie vom Verdacht einer Strafe
Kenntnis erhält, da im Einzelfall ein Mitarbeiter der Polizei im
Gegensatz zu einem Mitarbeiter der Drogenberatungsstelle oder dem
Suchtberatungslehrer kein (zwar eingeschränktes)
Zeugnisverweigerungsrecht besitzt.
Eine Realisierung suchtpräventiver Ansätze der Polizei ist nur
innerhalb eines langfristigen Prozesses möglich, in dem sich die
Zielgruppe (SchülerInnen) immer wieder neu mit dieser Thematik
auseinandersetzen sollen.
Im Rahmen ihrer Planung bietet das Kommissariat Vorbeugung für
SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7 eine ca. zweistündige
Unterrichtseinheit umfassende Klassenveranstaltung an.
Diese Klassenveranstaltung wird durch die entsprechenden
Klassenlehrer vorbereitet und begleitet. Im Vorbereitungsprozess
erarbeitet sich diese Klasse dann einen speziellen Fragenkatalog zum
Thema, wobei die SchülerInnen spezifische Antworten ihrer Fragen von
der Polizei erwarten.
Modul 6: Alltagsdrogen, Beispiel –Alkohol -
Klasse 8 - 1.Hj.
In den verschiedenen Repräsentativerhebungen zur Drogenaffinität von
Jugendlichen (12 - 25 Jährigen) und jungen Erwachsenen gaben 92% der
Mitglieder dieser Altersgruppe an, schon einmal Alkohol probiert
oder mehr oder weniger häufig davon getrunken zu haben. Ca. ein
Drittel nimmt regelmäßig Alkohol zu sich, das heißt mindestens
einmal pro Woche, elf Prozent trinken mehrmals in der Woche Alkohol.
Modul 7: Illegale Drogen und Substanzen - Klasse
9 - 2.Hj.
Modul 8: Erlebnisorientierte Projekte und
Aktionen - Klasse 10 - 1.Hj.
Diese Aktionen können eine sinnvolle Ergänzung zu den einzelnen
suchtpräventiven Modulen bedeuten, wenn es darum geht, das
Selbstvertrauen von SchülerInnen praktisch zu stärken, einen
bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Grenzen zu fördern und
die Genuss- und Erlebnisfähigkeit zu schulen, ohne dabei den Konsum
legaler oder illegaler Suchtstoffe zu fördern.