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Spendenprojekt der Zeppelinschule

 

Die Tsunami - Katastrophe vom 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean hat weltweit eine unglaubliche Welle der Hilfs-bereitschaft erzeugt. Nach der Spontanhilfe der Schülerinnen und Schüler der Zeppelinschule in Höhe von 511,50 Euro gibt es jetzt eine dauerhafte Hilfe. Die 10-jährige Elavarasi Balaiya aus dem District Tamil Nadu an der Südspitze Indiens kann nach der Tragödie, die nach dem Tsunami über sie hereinbrach, nun zumindest auf eine sichere Zukunft blicken. Die Zeppelinschule hat die Patenschaft bis zum 18. Lebensjahr übernommen. Jeden Monat werden daher 31 Euro fällig, die die Schülerinnen und Schüler aufbringen müssen. Vertrauenslehrerin Karin Hohmann: "Das sind ein Euro pro Jahr für jede Schülerin und jeden Schüler." Bei über 400 Jungen und Mädchen an der Schule ist sogar noch ein gewisser Spielraum mit eingebaut

Doch wie kam es zu dieser ungewöhnlichen Hilfe?

Bereits Mitte März 2005 schrieben der damalige Schülersprecher Izzet Korkmaz, sein Stellvertreter Sahid Lahcen und Verbindungslehrerin Karin Hohmann einen Brief an Christina Rau im Bundespräsidialamt. Sie ist die Sonderbeauftragte, die kurz nach der Katastrophe von Bundeskanzler Gerhard Schröder eingesetzt wurde, um schnelle Hilfe zu koordinieren. In diesem Schreiben wird der Wunsch nach einer dauerhaften Hilfe in Form einer Patenschaft geäußert. Da es sich um eine langfristige Verpflichtung auch über die jetzige Schülergeneration hinaus handelt, hat jeder Klassenlehrer die Verpflichtung übernommen, "diese Spendenaktion an die folgenden Schülergenerationen weiterzugeben, so dass die Finanzierung auf jeden Fall gesichert ist", heißt es in dem Schreiben.

Kurz darauf kam Post aus dem Bundeskanzleramt. Christina Rau freute sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler und verwies auf die Kindernothilfe mit Sitz in Duisburg. "Ich wünsche allen jetzigen und künftigen Schülerinnen und Schülern der Zeppelinschule und ihrem Patenkind alles Gute und viel Erfolg" schreibt sie zum Schluss.

Einen Monat nach dem ersten Schreiben kam bereits ein Brief der Kindernothilfe mit Name und Anschrift des Patenkindes, das jetzt in Porayar in einem Kinderheim wohnt. Dass es dann doch noch bis zum 1. Mai dauerte, bis die Patenschaft offiziell begründet wurde, lag daran, so Karin Hohmann, dass nach dem Sexskandal mit Kindern aus indonesischen Lagern die Kontrollen in allen betroffenen Ländern rund um den Indischen Ozean verschärft wurden und seitdem auch die Patenschaften genau überprüft werden.

Seit dem 1. Mai 2005 hat die Zeppelinschule nun ein Patenkind.